Gut zu wissen, wo’s herkommt.

Bezirk Wiener Neustadt setzt mit „Gut zu wissen“ ein Zeichen für mehr Transparenz auf NÖ Speiseplänen

Immer mehr Menschen wollen wissen woher ihr Essen am Teller stammt. Deshalb stellt die Bezirksbauernkammer Wiener Neustadt die diesjährige „Woche der Landwirtschaft“ unter das Motto „Unser Essen: Gut zu wissen, wo´s herkommt“. Gemeinsam mit der Großküche im Landesklinikum Wiener Neustadt wurden die Vorteile regionaler Herkunft von Lebensmittel aufgezeigt und so manche Herausforderung beim Einkauf thematisiert.

Täglich werden über 50 Prozent aller Mahlzeiten nicht zuhause verspeist, sondern in öffentlichen und privaten Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen sowie der Gastronomie. Meist wissen die Kunden allerdings nicht, woher ihr Essen am Teller stammt. Hier wird Abhilfe geschaffen. Mit der Initiative „Gut zu wissen“ können Kantinenbetreiber aber auch Schulen, Kindergärten und Uni-Mensen ein Zeichen für heimische Lebensmittel und deren Produzenten setzen. Das gemeinsame Kommunikationsdach „Gut zu wissen“ macht die Herkunft von Fleisch und Eiern für den Gast klar ersichtlich. Die Auslobung kann auf der Anschlagtafel genauso erfolgen wie auf dem Speiseplan.

Obmann der Bezirksbauernkammer Wiener Neustadt Josef Fuchs: „Mit der transparenten Kennzeichnung der Herkunft gewinnen alle Beteiligten. Der Konsument gewinnt, weil er weiß, dass Lebensmittel aus Österreich den höchsten und kritisch geprüften Standards unterliegen. Die Großküche profitiert, weil sie sich klar bei ihren Gästen positionieren kann. Aber auch für die Region ist es ein Gewinn, da sich durch die transparente Herkunftskennzeichnung automatisch auch die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln erhöht. Das hat für die Region mehr Wertschöpfung und Identitätsstiftung zur Folge. Damit wird die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Regionen angekurbelt und durch die kurzen Transportwege wird auch noch unsere Umwelt geschont. Zusätzlich ist der Bezug von qualitäts- und herkunftsgesicherten Produkten aus den Regionen die kräftigste Form von Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern.“

Küche setzt auf Lebensmittel in rot-weiß-rot

„Ich möchte gerne ein bekanntes Sprichwort etwas abwandeln: „Von Zuhause schmeckt´s am besten!“. Und das schmecken nicht nur unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich beim Mittagessen. Regionale, saisonale Lebensmittel zu verarbeiten schafft schon beim Kochen ein ganz anderes Bewusstsein“, zeigt sich Johannes Haindl, Küchenleiter im LK Wr. Neustadt, begeistert.

Ab jetzt können sich auch private Großküchen der Initiative „Gut zu wissen“ verschreiben, um ihren Gästen das sprichwörtliche Tüpfchen auf dem i zu bieten und um vom Imagegewinn bei ihren Kunden zu profitieren.

Eigeninitiative von Bäuerinnen und Bauern macht sich bezahlt

Doch nicht nur die Konsumenten profitieren von der Kooperation zwischen Großküche und bäuerlichem Familienbetrieb. Auch die Betriebe selbst wissen es zu schätzen, mit ihren Produkten Küchenleiter und Konsumenten gleichermaßen überzeugen und begeistern zu können. Dafür ist es wichtig, dass die österreichische Herkunft der Produkte klar erkennbar ist. „Nur so nimmt der Konsument unsere Produkte als das wahr was sie sind – etwas Besonderes“, erklärt Ulrike Puchegger. Sie ist Bäuerin und betreibt mit ihrem Ehemann seit fünf Jahren Bio-Putenhaltung in Hochwolkersdorf. Künftig werden sie Produkte von der Bio-Pute auch an das Landesklinikum Wiener Neustadt liefern. Besonders die persönliche Kontaktaufnahme ist laut Puchegger das Um und Auf, wenn man neue Kunden wie Großküchen gewinnen will: „Ich habe mit dem Küchenleiter des Landesklinikums Wiener Neustadt direkt Kontakt aufgenommen, um auch Großküchen in der Region für unsere Produkte zu begeistern.“



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